Elektrosmog Definition

Definition Elektrosmog

Man kann ihn nicht sehen, man kann ihn nicht riechen, man kann ihn nicht hören. Und doch ist Elektrosmog in unserem täglichen Leben ein ständiger Begleiter, dem man kaum entgehen kann.

Das Wort Elektrosmog beschreibt künstlich erzeugte Felder, das heißt sie entstammen der Technik, sind also von uns selbst erzeugt. Sie verändern die natürlichen Strahlungsverhältnisse und Felder auf der Erde.

Elektrosmog ist physikalisch messbar.

 

Niederfrequente Felder

Damit wir Strom nutzen können, sind in den Wänden oder im Kanal Leitungen verlegt. Wenn eine Leitung im Sicherungskasten an das Stromnetz angeschlossen wird, entsteht ab diesem Moment in der näheren Umgebung ein elektrisches Wechselfeld. Dieses Feld ist gewissermaßen immer da. Auch wenn kein Strom verbraucht wird. Weiterhin erzeugt jedes Kabel, sei es vom Wasserkocher, vom Rechner oder der Nachttischlampe, das elektrische Wechselfeld. Und sobald wir die Nachttischlampe am Bett einschalten und Strom fließt, kommt ein magnetisches Wechselfeld dazu.

Bei den niederfrequenten Feldern wird zwischen diesen beiden unterschieden. Sie sind unabhängig voneinander messbar. Jeder Elektriker lernt das in seiner Ausbildung.

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Foto: © Photographee.eu

 

Hochfrequente Strahlung

Im hochfrequenten Bereich erzeugen wird durch die Übertragung von Daten per Funk, also kabellos, elektromagnetische Strahlung. In diese Kategorie gehören Radio- und Fernsehübertragung, Kommunikation über Mobilfunk (Sendemasten) und Satelliten, Richtfunk, Radarüberwachung und zum Beispiel auch das Mikrowellenkochen oder Babyphone.

Die hochfrequente Strahlung kann mit einem Gerät geortet/gemessen oder mit einem Sprektrumanalyzer detailliert analysiert werden.

Diese Felder werden aufgrund ihrer verschiedenen Eigenschaften nach Frequenzbereichen unterteilt. Im niederfrequenten Bereich wird, wie oben erwähnt, unterschieden zwischen dem elektrischen Wechselfeld und dem magnetischen Wechselfeld. Im hochfrequenten Bereich sprechen wir von elektromagnetischer Strahlung, da ab einer bestimmten Frequenz (30kHz) die Felder miteinander verschmelzen und nicht mehr getrennt messbar sind.

Die vielfältige Anwendung der modernen Technik ist ohne Strom bzw. Übertragung per Funk nicht möglich. Sendemasten, Runkfunk, Radaranlagen usw. senden mit einer hohen Leistung elektromagnetische Wellen. Auch die drastische Entwicklung in der drahtlosen Kommunikation führt dazu, dass der Mensch sich dieser Strahlung kaum entziehen kann. Dass die meisten schnurlosen DECT Telefone ununterbrochen senden, auch wenn nicht telefoniert wird, wissen die wenigsten. Dieser Umweltbelastung, die es in dieser Art und Intensität bisher nicht gegeben hat, sind wir inzwischen ständig ausgesetzt.

Elektrosmog kann nicht nur Störungen elektrischer Geräte erzeugen, er wirkt auch auf unseren Organismus. Die langjährige Einwirkung kann Auswirkungen auf Wohlbefinden und Gesundheit haben.

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Foto: © bluedesign

 

Elektrosensibilität

Ungefähr 10 bis 15% aller Menschen sind elektrosensibel. Sie reagieren stärker auf Elektrosmog als ihre Mitmenschen und können diese Felder wahrnehmen.

 

Feldarten

• elektrisches Wechselfeld
• magnetisches Wechselfeld
• elektrisches Gleichfeld
• magnetisches Gleichfeld
• elektromagnetisches Feld.